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Wie sich Fotografieren auf das Gedächtnis auswirkt

Eine bemerkenswerte Erkenntnis für Kulturinstitutionen ist, dass das Fotografieren Besucher daran hindern kann, es sich gut einzuprägen.

Die Psychologin Linda Henkel prägte den Begriff „Photo-Impairment-Effekt“ (Beeinträchtigung durch Fotografieren), nachdem sie eine Studie in einem Kunstmuseum durchgeführt hatte. Wer fotografierte, erinnerte sich an weniger Objekte und an weniger Details als diejenigen, die es einfach betrachteten. Die Ursache hierfür ist das sogenannte „Cognitive Offloading“ (kognitive Entlastung): Sobald die Kamera das Motiv erfasst hat, stellt das Gehirn die Speicherung des Erlebnisses ein. Weitere Untersuchungen zeigen, dass das Fotografieren das akustische Gedächtnis sogar noch stärker beeinträchtigt als das visuelle. Wer beispielsweise ein Konzert filmt, wird zum „Sender“ und beobachtet sich selbst anstatt tatsächlich präsent zu sein und die Klänge im Gedächtnis zu behalten.

Geteilte Aufmerksamkeit gilt als einer der sichersten Gedächtniskiller, die der Forschung bekannt sind. Wir können nichts abspeichern, dem wir keine Aufmerksamkeit geschenkt haben.

Für Kulturinstitutionen wirft dies eine interessante Frage auf: Unterstützen die Regelungen zum Fotografieren die Besucher dabei, ihren Besuch in Erinnerung zu behalten, oder wirken sie diesem Ziel insgeheim entgegen? Im QWB Lab messen wir die Langzeitwirkung eines Besuchs als Wellbeing Legacy (Wohlbefinden-Vermächtnis). Die Förderung von Momenten des unmittelbaren Betrachtens oder Zuhörens könnte die Erlebnisse bereichern, die Besucher mit nach Hause nehmen.

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Abonnieren Sie unseren monatlichen Newsletter (in Englischer Sprache) um Geschichten wie diese direkt in Ihre Inbox zu bekommen.

Image: Barry Talley on Unsplash
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Geteilte Aufmerksamkeit gilt als einer der sichersten Gedächtniskiller, die der Forschung bekannt sind. Wir können nichts abspeichern, dem wir keine Aufmerksamkeit geschenkt haben.

Für Kulturinstitutionen wirft dies eine interessante Frage auf: Unterstützen die Regelungen zum Fotografieren die Besucher dabei, ihren Besuch in Erinnerung zu behalten, oder wirken sie diesem Ziel insgeheim entgegen? Im QWB Lab messen wir die Langzeitwirkung eines Besuchs als Wellbeing Legacy (Wohlbefinden-Vermächtnis). Die Förderung von Momenten des unmittelbaren Betrachtens oder Zuhörens könnte die Erlebnisse bereichern, die Besucher mit nach Hause nehmen.

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